Das Dorf Tignale

Tignale liegt in der Naturpark Alto Garda Bresciano, wo der See, die Bergen und der Himmel in einem Traumszenario mit seinen sechs Dörfern bündeln.
Die sechs kleine  Dörfern sind:

  • Gardola
  • Olzano
  • Aer
  • Oldesio
  • Probione
  • Piovere

Das ganze Dorf hat eine schöne Blick auf den Gardasee. Eine Besonderheit des Landschaft ist von die charakteristischen Terrassen mit ihren Olivenbäume geprägt.

Sie nehmen die meisten von dem Berg, bis zum Fuß des Sees; hier erwartet der Hafen "Pra De La Fam", ein anderer "Juwel", viele Besucher: es ist ein Zitronenhaus („Limonaia") dem siebzehnten Jahrhundert, einer der wenigen noch in Betrieb.

​Die Wege und die  „Mulattiere“ des Landesinneren bieten eine wunderbare Aussicht für Liebhaber von Trekking und Mountainbike. Die kleine Dörfer von Tignale, erhalten interessante historische Elemente,  auch einige Gebäude und Kunstwerke aus dem Mittelalter.

Il Santuario di Montecastello es ragt ein Fels empor, der senkrecht zum See hin abfällt; erst vor kurzem restauriert, ist die Wallfahrtskirche, dank ihrer herrlichen Lage, ihrer architektonischen und künstlerischen Schönheit, ihrer geschichtlichen und religiösen Vergangenheit, einer der meist besuchten Orte.

Nachdem man das grosse Steintor mit dem Schriftzug"Ad maiorem Dei Gloriam" und dem Datum MDCLXXIX durchschritten hat, gelangt man zum Kirchenplatz.

Auf den Ruinen einer alten Burg erbaut, besteht das Gebäude aus einer unteren Kirche im romanisch-gotischen Stil und einer oberen, baroken Kirche, die im Presbyterium, hinter dem Altar, das Heilige Haus, Überreste eines kleinen Tempels aus dem Jahr 802, beherbergt.

Wunderschön ist der Altar, der ein Werk der Maestri Boscai, ist. Er besteht aus vergoldeten Holzsäulen und den Figuren von S.Pietro und S.Paolo.Im Hintergrund, hinter einem Glas, befindet sich ein Fresko der Schule von Giotto, das die Krönung der Jungfrau Maria darstellt.An den Seiten finden wir vier Kupfermedaillons von Palma il Giovane.

Interessant sind die Gemälde von Andrea Celesti (1637-1712) und einige Geschenke von Seiten der Gläubigen, unter denen sich die Weihgabe der Gemeinde Tignale befindet.

Das Gemälde von Andrea Bertanza beschreibt die Ermordung (16. August 1617) des berüchtigten Räubers Zuan Zanone Beatrice, genannt Zanzanù, der mit seiner Bande, zwischen dem XVI und XVII Jahrhundert, Angst und Schrecken unter die Bevölkerung des oberen Gardasees gebracht hatte.
An die Kriche angeschlossen, ist die Klause, ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit, die jedes Jahr von tausenden von Pilgern besucht wird.

Il Santuario di Montecastello ist von 24/3 bis 30/10/13  von 9.00 - 18.00 Uhr geöffnet;
Hl. Messe: Von April bis September - Sonntag um 17.00 uhr

…Die Kirche San Pietro in Gardola, befindet sich etwa 200m von der Ortschaft entfernt auf einem kleinen elliptischen Hügel und bewahrt noch heute den Beinamen "Burg", auch wenn man nach zahlreichen Nachforschungen , mit etwas Vorsicht, von einem weit antikeren Ursprung, in der römischen Zeit, ausgehen kann.

Vor den Ausgrabungen in den siebziger Jahren und von 1985-86, hätte nur der Altartisch, wenn man ihn genauer untersucht hätte, auf ein antikeres Datum schliessen lassen.

Der Altartisch, dessen Funktion, nach der Entweihung der Kirche unbekannt ist, besteht aus rosa Stein und nach mikroskopischen Untersuchungen, könnte er aus dem Tignaler Steinbruch des Monte Denervos stammen. Dies ist ein sehr interessantes Detail, denn in der Zone des Gardasees wurde im Hochmittelalter fast nur weisser Stein verarbeitet.

Im ersten Weltkrieg, wurde die Fassade demoliert, um dort Lastwagen unterzustellen und in den fünfziger Jahren wurde das Gebäude in ein Theater umgestaltet und der Altar ins Oratorium von Olzano transportiert, wo er sich auch heute noch befindet.
Anschliessend, beim Ausheben eines Grabens für den Suoffleurkasten, wurde ein gemauerter Schacht entdeckt, in dem sich ein Reliquenschrein aus Kalkstein befand. Der Schrein ist mit Kreuzen in einem einfachen kurvenförmigen Rahmen verziert und weist eine Sargform auf, die typisch für das IV Jahrhundert ist.

Von 1985-1986 wurde der Graben erweitert und brachte eine grosse, halbkreisförmige Apsis zu Tage. Die sich darin befindenden Strukturen wurden damals nicht gedeutet.
Im Jahr 2002, wurden die noch freiliegenden Ausgrabungen, schichtweise untersucht , wobei eine Sequenz festgestellt wurde, die durch weitere, intensivere Ausgrabungen im Jahr 2003 bestätigt wurde.

Diese Schichtfolge weist, was den Kultort betrifft, mindestens acht verschiedene Bauphasen auf: 1.): eine erste Kirche mit einem Krichenschiff, 2.): die Einfügung des Chorraums mit einer rechteckigen Umgrenzung und einem Schacht für die Reliquien, 3.): die Erneuerung des Chorraums in der romanischen Epoche, 4.):in der Epoche des späten Mittelalters, sehr wahrscheinlich im XVI Jahrhunderts, was die zahlreichen Paralellen zu anderen Kirchen am Gardasee bestätigen, wurde ein querverlaufender Bogen in der Mitte des Kirchenschiffes eingefügt, von dem die beiden Stützsäulen noch erhalten geblieben sind.5.): eine weitere Erneuerung im Bereich der Apsis im Verlauf des XVI Jahrhunderts, 6.):Anbau eienr Kapelle im südlichen Teil, etwa um die Mitte des XVII Jahrhunderts, 7.): der Wiederaufbau der Fassade, gleich nach dem ersten Weltkrieg. 8.): Umgestaltung in Theater….

Auszug aus dem Buch"mittelalterliche Kirchen und Höhlenansiedlungen in Tignale"von Gian Pietro Brogiolo und Monica Ibsen.

..."Wir fuhren bei Limone vorbei, dessen Berggärten, terrassenweise angelegt und mit Zitronenbäumen bepflanzt, ein reiches und reinliches Ansehn geben. Der ganze Garten besteht aus Reihen von weißen viereckigen Pfeilern, die in einer gewissen Entfernung voneinander stehen und stufenweis den Berg hinaufrücken. über diese Pfeiler sind starke Stangen gelegt, um im Winter die dazwischen gepflanzten Bäume zu decken. Das Betrachten und Beschauen dieser angenehmen Gegenstände ward durch eine langsame Fahrt begünstigt"... 13 September 1786 J.W.Goethe

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